Bundesdrogenbeauftragter Streeck begrüßt höhere Tabaksteuer als großen Erfolg für den Kinder- und Jugendschutz
Weniger junge Raucher, weniger Krankheit, weniger Leid
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Rauchen wird in Deutschland deutlich teurer. Der Bundestag hat nun (15. Oktober 2026) beschlossen, die Tabaksteuer ab 2027 in mehreren Stufen bis 2030 anzuheben. Nach aktuellen Berechnungen steigt der Durchschnittspreis einer Schachtel Zigaretten damit von heute rund acht auf knapp zwölf Euro im Jahr 2030. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck hatte sich wiederholt für eine stärkere Besteuerung von Tabakprodukten eingesetzt.
„Für diese Erhöhung habe ich lange und hartnäckig geworben, und ich danke den Kolleginnen und Kollegen im Bundestag, die sie gemeinsam mit mir durchgesetzt haben", sagt Streeck nach der Abstimmung. „Nach Jahren kleiner Schritte wird Rauchen jetzt spürbar teurer. Das ist vor allem ein Gewinn für Kinder und Jugendliche. Die meisten Raucher fangen in jungen Jahren an, und genau dann wirkt ein höherer Preis am stärksten."
Auch für Raucher sieht Streeck eine Chance: „Ein höherer Preis kann der Anstoß sein, mit dem Rauchen aufzuhören. Hausärzte, Krankenkassen und gute Apps helfen dabei wirksam."
Zugleich verweist Streeck auf die Folgen des Rauchens: „Rauchen kostet in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben. Viele weitere leben über Jahre mit Krebs, COPD oder den Folgen eines Herzinfarkts. Die gesellschaftlichen Kosten liegen bei fast 100 Milliarden Euro im Jahr, von der Krebsbehandlung bis zum Arbeitsausfall. Nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation müsste eine Schachtel rund 23 Euro kosten, damit die Tabaksteuer diese Folgekosten deckt."
Höhere Tabakpreise gelten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation als eines der wirksamsten Mittel, um den Einstieg ins Rauchen zu verhindern. „Mein Ziel ist mehr Gesundheit, die Mehreinnahmen sind ein Nebeneffekt", so Streeck und weiter: „Es geht um weniger junge Raucher, weniger Krankheit und weniger Leid. Wer heute nicht mit dem Rauchen anfängt, muss morgen nicht mühsam davon loskommen."